Wo wir gerade sind…

Adjö Sverige – Velkommen til Norge

Eigentlich waren heute für unsere Tour bis Narvik 4,5 Stunden angedacht. Nur ist es immer so wie es ist. Dann hält man hier, und dann hält man da.
Unser erster Halt war Kiruna.

Rund 200 Kilometer nördlich des Polarkreises gelegen, ist Kiruna Schwedens nördlichste Stadt und wird oft als die arktische Hauptstadt des Landes bezeichnet. Gleichzeitig liegt die Stadt in Sápmi, der traditionellen Heimat der indigenen Sámi, deren Kultur die Region bis heute prägt.

Kiruna ist zudem eine Stadt im Wandel. Gegründet im Jahr 1900 als Bergbaugemeinde, entsteht heute rund drei Kilometer östlich des ursprünglichen Zentrums eine neue Stadt, um den Bergbau fortführen zu können. Dabei werden zahlreiche historische Gebäude als Ganzes versetzt. Das neue Stadtzentrum wurde 2022 eröffnet und soll bis 2035 vollständig fertiggestellt sein.
(Quelle: visitschweden.de)

Wir haben schon vor einiger Zeit von der Stadt Kiruna durch eine Arte-Reportage gehört (arte.tv – Kiruna, eine Stadt zieht um).

Die Kiruna Kyrka wurde im Jahr 1912 fertiggestellt. Inspiriert von samischen Zelten und norwegischen Stabkirchen, erbaute man sie im nationalromantischen Stil. Die Leser der Zeitung „Dagens Nyheter“ kürten die Sehenswürdigkeit sogar zur schönsten Kirche Schwedens. Das Besondere: Der gesamte Komplex wird im Rahmen der geplanten Stadtverlegung an einen neuen Standort transportiert und dort wieder neu aufgebaut. Faszinierend, oder?
Die rote Holzfassade beherbergt einen atemberaubenden Innenraum mit einem Altargemälde des Prinzen Eugen und einer der größten Orgeln Schwedens. Die markante Silhouette der Kirche vor dem arktischen Himmel ist eines der beeindruckendsten Fotomotive der Stadt.
(Quelle: ab-in-den-urlaub.de)

Wir haben die Kirche leider nur von der Ferne aus fotografieren können, da die Kirche noch gesichert wird und frühestens in zwei Jahren wieder begehbar sein soll.

Auf unserer weiteren Fahrt durch Lappland sind noch die Spuren des Winters sichtbar, durch vereiste Seen und die Natur, die erst anfängt zu erwachen.

Übrigens muss man in Schweden nicht nur auf Elche, die die Straße queren achten, sondern auch auf Snöskotrar (Schneemobile).

Als letztes „must have“ in Schweden haben wir noch einmal original schwedische Köttbullar gegessen.

Nun sind wir endlich in Norwegen angekommen und übernachten auf einem kleinen stillen Campingplatz bei Narvik.

Gute Nacht

Der Weg ist das Ziel

Um zügig unserem Ziel näher zu kommen, sind wir an den letzten beiden Tagen nur gefahren.

Auf der Bisonfarm haben uns gestern Morgen die Kälbchen noch verabschiedet.

Die Suche nach einem Schlafplatz war gestern Abend nicht ganz so einfach. Letzlich sind wir auf einem verlassenen Campingplatz gelandet und haben uns zwischen zwei Hütten mit Blick auf den See gestellt. Auf dem Platz stehen noch viele Mobile Homes, es hat etwas Lost Place Charme.

Heute waren wir weiter Richtung Norden unterwegs und sollten morgen die Grenze zu Norwegen 🇳🇴 erreichen. Wir waren hier die meiste Zeit alleine unterwegs. Endlos lange Straßen, rechts und links nur Wald. Ab und zu kamen wir mal durch einen Ort.

Einen kurzen Halt haben wir am Storforsen gemacht.

Storforsen sind Schwedens größte Stromschnellen, etwa 70 Kilometer von Piteå flussaufwärts beim Dorf Bredsel, Älvsbyn Kommun. Der steilste Teil dieser Stromschnellen im Piteälv, die letzten zwei Kilometer, haben eine Fallhöhe von 60 Metern. Direkt danach mündet der Varjisån in den Piteälv. Die Flussmündung und das Gebiet entlang der Stromschnellen stehen unter Naturschutz. Eine Seite davon ist sehr gut erschlossen mit Brücken und Holzbohlenwegen. Dort kann man sehr gut wandern. Neben den Stromschnellen ist auch „Döda fallet“, der „Tote Fall“, interessant. Dieser Teil wurde einst abgetrennt, um besser über den Piteälv flößen zu können. In den Felsen findet man noch die Spuren von früheren Wasser- und Eisströmen (Jättegrytor, Gletschertöpfe). Bei hohem Wasserstand nimmt ein kleiner Teil des Flusses auch diesen Weg. Am meisten Wasser führt der Piteälv um Mittsommer nach der Schneeschmelze im Fjäll.

Nur etwa einen Kilometer hinter dem Ort Bredsel am Länsväg 374 liegt das Hotel und Restaurant Storforsen unterhalb der Stromschnellen mit einem guten Blick darauf. Von dort führt eine Fußgängerbrücke über den Varjisån zum Wegesystem am Storforsen. (Quelle: Polarkreis.de)

Hier ist der Winter gerade erst abgezogen und der Wanderweg leider noch nicht zugänglich.

Am Straßenrand oder auch auf der Straße trifft man hier Rentiere.

Wir sind heute in Gällivare, was oberhalb des nordlichen Polarkreises liegt. Leider ist Regen angesagt, so dass wir die Mitternachtssonne wohl nicht sehen werden. Bei 20 Grad und Sonnenschein genießen wir unser Abendessen und gehen dann ins Bett. Gute Nacht