Wo wir gerade sind…

Von Flakstadøy bis Moskenesøy

Nach einer stürmischen Nacht, haben wir uns heute über einen sonnigen Tag gefreut. Schon am Vormittag herrschte reges Treiben auf dem Campingplatz und die ersten Surfer warteten auf Wellen.

Bevor die Fahrt weiter ging, waren wir noch schnell bei der kleinen Kirche von Flakstad und haben noch einen Cache mitgenommen.

Danach ging es weiter in den Nachbarort Ramberg. Eigentlich brauchten wir etwas aus der Apotheke, aber die nächste liegt genau in der entgegengesetzten Richtung, mit einer Baustelle dazwischen. Zum Glück hatte der Supermarkt einen kleinen Vorrat. Ausserdem konnten wir ein paar Vorräte auffüllen.

Am Ortsausgang stehen ganz viele Gestelle mit Stockfisch, das sieht man hier auf der Insel in fast jedem Fischerdorf.

Moskenesøy ist die südlichste und zugleich äußerste Insel des Lofotenarchipels, die man ohne Fähre erreicht. In der Regel enden oder beginnen hier für die meisten Reisenden die jeweiligen Rundfahrten auf den Lofoten. Auf unserer Route erreichen wir die Insel über die Hängebrücke “Kråkern bru”.

Die Orte und Landschaften auf der Insel Moskenesøy verkörpern in besonders ausgeprägter Weise für viele Touristen den besonderen Reiz der Lofoten. Die Berge scheinen sich direkt aus dem Meer zu erheben – mächtig steil und beeindruckend hoch. Die wenigen besiedelten und genutzten Flächen verteilen sich auf kleine Inseln oder kleben scheinbar auf den Klippen am Meer. 

Nach einigen Kilometern und zwei Tunneln “müssen” wir das erste Mal halten. Hier öffnet sich die Küste zum Reinefjord und vor uns eine kleine Insel mit einem noch kleineren Fischerdorf: Hamnøy. Die roten Rorbuer (Fischerhütten) vor dem Massiv des Festhæltinden gehören sicherlich zu den bekanntesten Fotomotiven auf den Lofoten.

Das kleine Fischerdorf Sakrisøy mit seinen gelben Holzhäusern liegt quasi inmitten des Europäischen Nordmeeres. Wenn die warmen Gelbtöne der Fischerhäuser im besonderen Licht des Nordens strahlen, fehlen einem fast die Worte. Aufgrund der geringen Wassertiefe leuchtet das eiskalte Meer dazu in einem unglaublichen Karibikblau. 

Sakrisøy ist aber nicht nur eine weitere Sehenswürdigkeit auf den Lofoten. Inzwischen ist die kleine Insel auch als Hauptdrehort der norwegischen Fernsehserie “Twin” sowie für die fast legendären “Ole Brumm” Fischburger im Restaurant “Anitas Sjømat” bekannt. Im angeschlossenen Spezialitätengeschäft findet man zudem viele lokale Delikatessen und auch ausgefallene Souvenirs von den Lofoten. (Quelle: Nordlandblog.de)

Unser nächster Halt ist das Fischerdorf Reine. Auf den meisten Ansichtskarten von den Lofoten ist der Blick über Reine und den Reinefjord zu sehen.

Der letzte Ort für heute war das Fischerdorf Å. Natürlich mussten auch wir ein Foto von dem Ortsschild machen.

Der Kern des Dorfes Å ist heute Teil des Norwegischen Fischereimuseums und es gibt einiges zu entdecken.

Die Nacht verbringen wir heute in Moskenes auf dem Campingplatz und haben noch mal einen tollen Blick.

In Moskenes befindet sich der große Kai für die Fährverbindung nach Bodø (Festland). Damit verlassen wir Lofoten uns setzen unsere Tour auf dem Festland fort.

Das Highlight des Tages sollte für uns heute aber zum Schluss kommen, als eine Gruppe Orcas hier am Campingplatz vorbeigeschwommen ist.

Damit sagen wir für heute Gute Nacht.

Auf den Spuren der Wikinger

Wir haben uns heute morgen über den Sonnenschein gefreut, auch wenn es etwas windig war.

Das Moorschneehuhn, welches hier am Campingplatz lebt, hat uns mit seinem „Geschnatter“ die letzten Tage unterhalten.

Wir haben die Insel Austvågøya über die Gimsøystraumbrua verlassen und sind Richtung Vestvågøy gefahren.

Zwischen Bostad und Borg befindet sich das Lofotr Vikingmuseum. und das stand heute auf unserem Plan.

Hier befindet sich der Nachbau des größten Langhauses der gesamten Wikingerzeit. Im Eingangsgebäude befinden sich die ersten Ausstellungsräume mit vielen Erklärfilmen und ein kleines Kino, welches einen kurzen Film zur Geschichte zeigt. In regelmäßigen Abständen stehen im Langhaus Guides zur Verfügung und erzählen die Geschichte dieses Ortes und wie er entdeckt wurde. Das Langhaus wurde versucht so genau wie es die Ausgrabungen hergaben, nachzubauen. Hier findet man zahlreiche Ausstellungsstücke.

Lorenz versucht sich als Jarl.

Keine Chance mit Thor‘s Hammer…

Es handelt sich nicht nur um ein einfaches Museum, sondern ist ein weitläufiges Gelände, auf dem allerhand Aktivitäten wie Bogenschiessen oder Axtwerfen ausprobiert werden können. Ungefähr 30 Minuten zu Fuß am kleinen See Innerpollen liegt ein Wikingerschiff, welches im Sommer regelmäßig auf den See rausfährt. Wir haben uns den Weg bei dem Wetter nicht gemacht, denn hier hat es dann doch wieder geregnet.

Nicht weit von Borg in Gravdal sind wir zur Buksnes Kirke gefahren. Leider war diese nicht offen. Auf Grund des Wetters haben wir uns auch den Abstecher zum Haukland Beach und Uttkleiv gespart. Auch das kommt für das nächste mal auf die Liste.

Auf die Insel Flakstadøya kommt man auf der E10 nur durch den Nappstraumtunnel. Hier wird aber noch bis 2027 gebaut und deshalb braucht man etwas Geduld, da dieser Teil nur Einspurig befahrbar ist.

Am Morpheus Beach sind wir von der E10 links auf die Strasse zum Nusfjord abgebogen. Die lange Gerade der Straße nach Nusfjord, die scheinbar direkt auf die Berge zuläuft, begeistert immer mehr Fotografen, Drohnenpiloten, Touristen und Blogger aus der ganzen Welt, und wird wegen des Felsens auch Batman Road genannt.

Das historische Fischerdorf Nusfjord ist ein einziges Museum, für das man am Eingang 150NK bezahlt. Die unzähligen, typischen Rorbuer (Fischerhütten) wurden liebevoll renoviert und leuchten in den schönsten Farben. Die alten Lagerhäuser um den kleinen Hafen beinhalten inzwischen urige Cafés, Restaurants, Ausstellungen und eine kleine Bäckerei.

In diesem Teil der Lofoten ist die Anzahl der Campingplätze begrenzt, deshalb stehen wir heute auf dem Lofoten Beach Camping, dieser ist durch seine Lage direkt am Meer bei Surfern sehr beliebt.

Für heute sagen wir Gute Nacht.