Heute ging es von der Küste weg. Lorenz freut sich endlich wieder durchs Fjordland zu fahren. Aber erstmal haben wir uns von Runde verabschiedet. Wir kommen sicher wieder!
Das Ziel war heute über das Gaularfjellet bis nach Dragsvik am Sognefjord. Heute gibt es mal weniger Text, dafür viele Bilder. Nur soviel, das Wetter war abwechslungsreich, genau wie die zahlreichen Wasserfälle, Stromschnellen und Berge.
Heute stehen wir mit Blick auf den Sognefjord und sagen gute Nacht.
Für gestern hatten wir ein klares Ziel vor Augen und haben uns deshalb für die schnellste Route, ohne Umwege entschieden. Da wir schon mal in Kristiansund und Ålesund waren, und auch die Atlanterhavsveien schon mehrfach entlang gefahren sind, war das ok.
Denn unser Weg führte uns gestern wieder auf die Vogelinsel Runde.
Während der Brutzeit leben etwa 100.000 Seevögel auf der Insel, die meisten davon nisten an den steilen Vogelfelsen. Rund 80 Arten brüten hier regelmäßig, und insgesamt wurden über 300 Arten auf Runde nachgewiesen. Die Runde-Vogelfelsen sind die südlichsten in Norwegen und zugleich das artenreichste Seevogelgebiet des Landes. Wir sind aber hauptsächlich hier um die Puffins (Papageitaucher) zu sehen.
Das ist mittlerweile unser dritter Besuch auf der Insel. Und unsere vierte Wanderung zum Vogelfelsen. Die Strecke nur zum Vogelfelsen sind nur 2km, aber der Anstieg ist doch ziemlich steil.
Hat man den ersten Teil geschafft, kann man sich entscheiden ob man erst noch den Rumdweg zum Leuchtturm geht oder direkt zum Vogelfelsen. Der Weg führt über einen ausgewiesenen Weg. Durch den Regen der letzten Tage, ist es teilweise sehr matschig.
Am Aussichtpunkt warteten schon zahlreiche Zuschauer und Hobby Ornithologen auf die Ankunft der Puffins, denn die kommen Abends vom Meer zu ihren Nestern zurück. Deshalb waren wir auch erst gegen 20 Uhr da.
Und dann hieß es einen guten Platz zu suchen, die Aussicht zu genießen und zu warten.
Und dann waren die ersten Puffins da. An dieser Stelle viele Grüße von Ute an Beate und Steffen.
UteUte steht für die Fotografen fleißig Model
Bei unserem Aufstieg war es noch ziemlich warm, aber wir konnten, während unserer Zeit am Vogelfelsen, gleich zweimal eine sogenannte Böenwalze (Roll Cloud) erleben. Das ist eine seltene, spektakuläre Wolkenwalze, die bei heranziehenden Gewittern sehr schnell wie eine riesige Rolle auf das Land zutreiben kann.
In dem Moment, in dem die Wolken auf Land treffen, steht man plötzlich in einem kalten, stürmischen Nebel.
Kurz vor Mitternacht waren wir am Cali zurück und sind müde aber glücklich ins Bett gekrabbelt.