Manchmal wird man ausgebremst…

Leider hat sich kein Elch oder Rentier blicken lassen, aber die Nacht war herrlich ruhig. Wir haben unser Frühstück genossen und uns dann auf der 51 weiter auf den Weg gemacht. Hier verläuft die Landschaftsroute Valdresflye welche wir noch nicht kennen. Laut den Verkehrskameras liegt da oben noch Schnee.

Eine Fahrt auf der Landschaftsroute Valdresflye gibt einem das Gefühl, über der Hochebene mit ihrem einzigartigen Blick auf die Gipfel des Nationalparks Jotunheimen zu schweben. Ein Großteil der Strecke verläuft über der Baumgrenze; ihr höchster Punkt befindet sich auf 1389 Metern ü.d.M.

Als wir einen Läufer am Straßenrand sahen dachten wir uns noch nicht viel dabei, aber dann wurden es immer mehr. Plötzlich befanden wir uns mitten in einem Pulk aus Marathonläufern. Am Rastplatz Steinplassen ging gar nichts mehr und die Straße war gesperrt. Ein freundlicher Polizist sagte uns dass die Straße wegen des „Det Norske Fjellmaratons“ für ca. 2,5 Stunden gesperrt sei.

Wir kamen gerade zu dem Zeitpunkt an, als die Läufer sich hier für eine Pinkelpause sammelten. Hier begann auch der Halbmarathon.

Die Läufer stehen an den Dixiklos an.

Der Norwegian Mountain Marathon ist eine Laufveranstaltung mit Strecken, die für die ganze Familie und Teilnehmer jeden Alters geeignet sind.

Zum Programm gehören der Marathon, der Halbmarathon, der „Mountain Goat“-Geländelauf (10 km), der Minithon (7 km) sowie ein Kinderlauf über ca. 800 Meter.

Das Rennen findet in Beitostølen (Norwegen) statt.

Der Start des Marathons liegt auf etwa 900 Metern Höhe, der höchste Punkt bei rund 1400 Metern und das Ziel ebenfalls auf etwa 900 Metern über dem Meeresspiegel. Die Strecke führt die Läufer von Besstrond auf asphaltierten Straßen durch eine wunderschöne, einsame Berglandschaft bis zum Zielbereich in Beitostølen. Der Halbmarathon beginnt am höchsten Punkt der Marathonstrecke; von dort aus laufen die Teilnehmer bergab bis zum selben Ziel in Beitostølen.

Regelmäßig nutzen rund 1500 Teilnehmer die Kulisse des Nationalparks, um eine der Strecken des Norwegian Mountain Marathon zu absolvieren. (Quelle: worldsmatathons.com)

Die Läufer werden von dem Polizisten angefeuert.
Beschallung auf dem Fjell für den Marathon

Nachdem die Läufer ihren Weg fortgesetzt hatten, wurden wir per Polizeiesskorte zum nächsten Rastplatz Flye 1389 gebracht bis die Straße wieder freigegeben wurde. Eine andere Strecke kam für uns nicht in Frage. Also haben wir uns einen Kaffee gekocht und gewartet.

Sicht der dort stehenden Verkehrskamera

Von hier kann man die Aussicht auf die Gipfel wie den Besshøe, Høgdebrotet, Tjønnholstinden und Rasletinden genießen. 

Gegen 13:30 Uhr durften wir dann hinter den Marathonläufern, bei strömenden Regen, herfahren.

Auch wir haben es bei Beistølen durchs Ziel geschafft. 😉

Die Läufer wurden hier in Empfang genommen und bekamen alle eine Medaille.

Wir konnten endlich weiterfahren. Für unsere geplante Strecke war die Zwangspause zu lange. Deshalb haben wir entschieden heute in Lærdalsøyri zu bleiben. Unterwegs haben wir noch in Høre an der Stabkirche gehalten.

Stabkirche Høre

Bei strahlendem Sonnenschein ging es dann weiter und wir habe in Øye noch an der Stabkirche gehalten. Die neue Kirche steht gleich gegenüber. Leider waren auch hier alle Türen verschlossen.

Stabkirche Øye
Kirche Øye

In Lærdalsøyri haben wir noch einen kleinen Spaziergang durch den Gamle Lærdalsøyri gemacht und unser erstes Softeis in diesem Urlaub gegessen.

Morgen setzen wir unseren geplante Tour fort und für heute sagen wir gute Nacht.

Wir haben die Runde voll…

Wer findet den Lori?

Bevor es heute für uns weiterging, waren wir noch in der Fredag & Fretland Bakeri. Wir haben extra gewartet bis sie aufmacht.

Denn hier gibt es ganz leckere Mandelcroissants.

Unsere gestern geplante Route haben wir heute fortgesetzt. Von Lærdal in Richtung Aurland hat man zwei Möglichkeiten. Einmal kann man den Lærdalstunnel fahren. Mit seinen 24,5 km ist er der längste Autotunnel der Welt.

Oder man nimmt die viel schönere Route über das Aurlandsfjellet (der „Schneeweg“). Die Strecke ist eine 47 Kilometer lange, spektakuläre norwegische Landschaftsroute (Straße 243). Sie verbindet die Orte Aurlandsvangen am Aurlandsfjord und Lærdalsøyri am Lærdalsfjord miteinander und führt über eine karge Hochebene mit einem maximalen Punkt von 1306 m.

Die Schafe liegen hier auch gerne mal auf der Straße rum.

Am Rastplatz Sluppen haben wir unseren ersten Halt gemacht. Hier kommt man nach einer kurzen Wanderung zu einem beeindruckenden Wasserfall.

Das kleine Wollknäuel hatte sich scheinbar verlaufen.
Lori versucht Kontakt aufzunehmen.

Am Rastplatz Flotane kommt man nach einer kurzen Wanderung an einen See mit einem Wasserfall. Im Moment ist der See noch teilweise mit Eis bedeckt.

Der berühmte Aussichtspunkt Stegastein, der sich 650 m über dem Aurlandsfjord befindet, vermittelt den Eindruck, als schwebe man in der Luft. Hier hat man einen einzigartigen Blick auf den Aurlandsfjord. 

Wir haben noch einen ganz kurzen Abstecher nach Flåm gemacht, sind aber gleich wieder gefahren. Da ein Kreuzfahrtschiff anlag, waren es uns viel zu viele Menschen.

Hinter Flåm ging es weiter durch den 11 km langen Gudvangatunnel. In der Mitte leuchtet das Licht immer in anderen Farben. 

In Vinje haben wie die E16 wieder verlassen und sind über das Vikafjellet gefahren. Das ist eine rund 78 km lange Passstraße. Auch hier oben liegt noch Schnee.

In Vik angekommen, haben wir noch kurz nach der Stabkirche geschaut.

Obwohl wir seit Freitag 564km gefahren sind, stehen wir heute nur 23 km von Dragsvik entfernt, wo wir losgefahren sind.

Heute stehen wir direkt am Sognefjord und genießen die Sonne.

Lori hat auch schon die Wassertemperatur geprüft.