Auf den Spuren der Wikinger

Wir haben uns heute morgen über den Sonnenschein gefreut, auch wenn es etwas windig war.

Das Moorschneehuhn, welches hier am Campingplatz lebt, hat uns mit seinem „Geschnatter“ die letzten Tage unterhalten.

Wir haben die Insel Austvågøya über die Gimsøystraumbrua verlassen und sind Richtung Vestvågøy gefahren.

Zwischen Bostad und Borg befindet sich das Lofotr Vikingmuseum. und das stand heute auf unserem Plan.

Hier befindet sich der Nachbau des größten Langhauses der gesamten Wikingerzeit. Im Eingangsgebäude befinden sich die ersten Ausstellungsräume mit vielen Erklärfilmen und ein kleines Kino, welches einen kurzen Film zur Geschichte zeigt. In regelmäßigen Abständen stehen im Langhaus Guides zur Verfügung und erzählen die Geschichte dieses Ortes und wie er entdeckt wurde. Das Langhaus wurde versucht so genau wie es die Ausgrabungen hergaben, nachzubauen. Hier findet man zahlreiche Ausstellungsstücke.

Lorenz versucht sich als Jarl.

Keine Chance mit Thor‘s Hammer…

Es handelt sich nicht nur um ein einfaches Museum, sondern ist ein weitläufiges Gelände, auf dem allerhand Aktivitäten wie Bogenschiessen oder Axtwerfen ausprobiert werden können. Ungefähr 30 Minuten zu Fuß am kleinen See Innerpollen liegt ein Wikingerschiff, welches im Sommer regelmäßig auf den See rausfährt. Wir haben uns den Weg bei dem Wetter nicht gemacht, denn hier hat es dann doch wieder geregnet.

Nicht weit von Borg in Gravdal sind wir zur Buksnes Kirke gefahren. Leider war diese nicht offen. Auf Grund des Wetters haben wir uns auch den Abstecher zum Haukland Beach und Uttkleiv gespart. Auch das kommt für das nächste mal auf die Liste.

Auf die Insel Flakstadøya kommt man auf der E10 nur durch den Nappstraumtunnel. Hier wird aber noch bis 2027 gebaut und deshalb braucht man etwas Geduld, da dieser Teil nur Einspurig befahrbar ist.

Am Morpheus Beach sind wir von der E10 links auf die Strasse zum Nusfjord abgebogen. Die lange Gerade der Straße nach Nusfjord, die scheinbar direkt auf die Berge zuläuft, begeistert immer mehr Fotografen, Drohnenpiloten, Touristen und Blogger aus der ganzen Welt, und wird wegen des Felsens auch Batman Road genannt.

Das historische Fischerdorf Nusfjord ist ein einziges Museum, für das man am Eingang 150NK bezahlt. Die unzähligen, typischen Rorbuer (Fischerhütten) wurden liebevoll renoviert und leuchten in den schönsten Farben. Die alten Lagerhäuser um den kleinen Hafen beinhalten inzwischen urige Cafés, Restaurants, Ausstellungen und eine kleine Bäckerei.

In diesem Teil der Lofoten ist die Anzahl der Campingplätze begrenzt, deshalb stehen wir heute auf dem Lofoten Beach Camping, dieser ist durch seine Lage direkt am Meer bei Surfern sehr beliebt.

Für heute sagen wir Gute Nacht.

 

 

Adjö Sverige – Velkommen til Norge

Eigentlich waren heute für unsere Tour bis Narvik 4,5 Stunden angedacht. Nur ist es immer so wie es ist. Dann hält man hier, und dann hält man da.
Unser erster Halt war Kiruna.

Rund 200 Kilometer nördlich des Polarkreises gelegen, ist Kiruna Schwedens nördlichste Stadt und wird oft als die arktische Hauptstadt des Landes bezeichnet. Gleichzeitig liegt die Stadt in Sápmi, der traditionellen Heimat der indigenen Sámi, deren Kultur die Region bis heute prägt.

Kiruna ist zudem eine Stadt im Wandel. Gegründet im Jahr 1900 als Bergbaugemeinde, entsteht heute rund drei Kilometer östlich des ursprünglichen Zentrums eine neue Stadt, um den Bergbau fortführen zu können. Dabei werden zahlreiche historische Gebäude als Ganzes versetzt. Das neue Stadtzentrum wurde 2022 eröffnet und soll bis 2035 vollständig fertiggestellt sein.
(Quelle: visitschweden.de)

Wir haben schon vor einiger Zeit von der Stadt Kiruna durch eine Arte-Reportage gehört (arte.tv – Kiruna, eine Stadt zieht um).

Die Kiruna Kyrka wurde im Jahr 1912 fertiggestellt. Inspiriert von samischen Zelten und norwegischen Stabkirchen, erbaute man sie im nationalromantischen Stil. Die Leser der Zeitung „Dagens Nyheter“ kürten die Sehenswürdigkeit sogar zur schönsten Kirche Schwedens. Das Besondere: Der gesamte Komplex wird im Rahmen der geplanten Stadtverlegung an einen neuen Standort transportiert und dort wieder neu aufgebaut. Faszinierend, oder?
Die rote Holzfassade beherbergt einen atemberaubenden Innenraum mit einem Altargemälde des Prinzen Eugen und einer der größten Orgeln Schwedens. Die markante Silhouette der Kirche vor dem arktischen Himmel ist eines der beeindruckendsten Fotomotive der Stadt.
(Quelle: ab-in-den-urlaub.de)

Wir haben die Kirche leider nur von der Ferne aus fotografieren können, da die Kirche noch gesichert wird und frühestens in zwei Jahren wieder begehbar sein soll.

Auf unserer weiteren Fahrt durch Lappland sind noch die Spuren des Winters sichtbar, durch vereiste Seen und die Natur, die erst anfängt zu erwachen.

Übrigens muss man in Schweden nicht nur auf Elche, die die Straße queren achten, sondern auch auf Snöskotrar (Schneemobile).

Als letztes „must have“ in Schweden haben wir noch einmal original schwedische Köttbullar gegessen.

Nun sind wir endlich in Norwegen angekommen und übernachten auf einem kleinen stillen Campingplatz bei Narvik.

Gute Nacht